Zeit der Zärtlichkeit – Finale Fassung
Zeit der Zärtlichkeit
Wenn sanft der Sonne erste Strahlen
rosa Bilder auf die Berge malen
wenn Schmetterlinge, grad’ erwacht
vom tiefen Schlaf in dunkler Nacht,
ihre Farbenpracht entfaltend,
nun auch ihres Amtes waltend,
die ersten Blüten scheu begrüssen
und den Tau der Blätter küssen,
Mutter Erde legt an ihr Morgenkleid
es naht die Zeit der Zärtlichkeit.
Voll Sanftmut schwingen See und Baum,
der Anblick ähnelt einem Traum.
Die Anmut dieses Augenblicks –
ein Wimpernschlag des höchsten Glücks,
die Zeit, sie scheint nicht mehr zu eilen,
ich möchte nur noch hier verweilen
voll Liebe und voll Dankbarkeit
für göttliche Zeit der Zärtlichkeit.
Auf meinen hellen, lichten Schwingen
möchte ich ihnen Liebe bringen,
plötzlich, als mein Herz sich weitet,
versteh' ich, wie Gott und Göttin mich begleitet.
Immer sind sie dagewesen,
um uns von Schmerzen zu erlösen.
Es endet alles Weh und Leid
in ihrer Zeit der Zärtlichkeit.
Die Erkenntnis und dies Glück
nehm' ich in meine Welt zurück.
Bedenk's bei allem, was ich tue
ob ich schreite oder ruhe.
Find' es in jedem Stein und Stück
in der Geliebten Herz und Blick
verweile dort für alle Zeit
in unendlicher Zärtlichkeit.
(© Jordan Rajkoff, 11. August 1999 / 21. Juni 2020 )
